Loading...
Hinweis: Unsere Website ist zur Zeit unter Bearbeitung.
Lexi Pollex

Lexi Pollex

 

Lexi Pollex hat ein feines Gespür für Klang und Atmosphäre und legt im Musizieren viel Wert auf freies Improvisieren und ein achtsames Hinhören. Sie hat Expressive Arts in Social Transformation in Hamburg studiert und ist auf die künstlerische Begleitung von Menschen in Veränderungsprozessen spezialisiert. Sie arbeitet mit Cindy Flückiger seit dem Studium in verschiedenen künstlerischen Formaten zusammen.

4 Fragen an Lexi Pollex

Was bewegt Dich in Bezug auf Deine eigene künstlerische Arbeit?

Mich faszinieren jene Dinge im künstlerischen Handeln, welche spontan und unvorhergesehen passieren. Die Irritationen, welche mich aus meinen bestehenden Vorstellungen herauslocken, um mich auf Neues einzulassen. Wenn ich mich nicht von dem Ungewohnten weg, sondern mich ihm zuwende, kann ein resonanter Dialog zwischen mir und dem Unbekannten entstehen, der meinen Horizont erweitert.

Was möchtest Du – in Bezug auf die künstlerische Vermittlung – bewegen?

Es ist mir ein Anliegen, einen wertungsfreien Zugang zu dem eigenen künstlerischen Ausdruck zu erlangen. Mir geht es nicht darum, dass die Teilnehmenden etwas „Schönes“ oder „Gutes“ – nach irgendwelchen vorgegebenen Maßstäben folgend – erschaffen. Viel mehr darum, dass sie etwas aus sich heraus entstehen lassen. Sobald ich es schaffe, das eigene Werk nicht mehr zu beurteilen, sondern es als berechtigten Ausdruck meiner selbst zu betrachten, kann ein authentischer Zugang zur Kreativität geschaffen werden sowie ein freieres Begegnen mit Mitmenschen sensibilisiert werden.

Wie bist Du "in der Welt" zuhause?

Manch eine:r würde sagen, ich sei in der Zeit stehen geblieben ...
Ich liebe es, Platten zu hören. Das Knistern der Nadel auf dem Vinyl, die ganz eigene Geschichte, die jedes Album erzählt, das bewusste Auswählen der Musik. Einfach mit dem unmittelbaren Hier und Jetzt sein. Der beschleunigten Gesellschaft entgegenwirkend, verweilend – und mich immer wieder neu fragen, wer bin ich und wo will ich hin?

Wie begegnest Du Deinen Teilnehmenden? Wie "unterrichtest" Du?

„Jenseits von Richtig und Falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“
Dieses Zitat von Rumi inspiriert mich sehr und begleitet mein täglich Sein. Ich möchte die Teilnehmenden dort abholen, wo und wer sie gerade sind, einen wertungsfreien Raum öffnen, sodass geteilt werden kann, was geteilt werden will.