Loading...
Hinweis: Unsere Website ist zur Zeit unter Bearbeitung.
Ulrich Paul

Ulrich Paul

 

Schreinerlehre, Studium Bildhaftes Gestalten / Freie Malerei und Kunsttherapie an der FKN Nürtingen und an der Alanus Hochschule in Alfter / Bonn. Freiberuflich als Kunsttherapeut und Maler tätig. Regelmäßig künstlerische Kurse, Workshops, Malreisen. Lebt in Krefeld.

4 Fragen an Ulrich Paul

Was bewegt Dich in Bezug auf Deine eigene künstlerische Arbeit?

Kunst ist, was die Welt zusammenhält – die Welt: ein höchst lebendiges und wandlungsfähiges
Beziehungsgefüge. Wenn ich Kunst mache, bin ich Teil eines Ganzen und gestalte – innerhalb meines
„Formates“ – das Beziehungsgeschehen mit – ob ich nun Bilder mache oder Musik … lehre oder lerne
oder koche … oder kommuniziere: immer ist es Beziehung, immer ist es Verwandlung, immer ist es
der Moment und die ganze Welt, und, wenn man so will: Immer ist es Kunst.

Was möchtest Du – in Bezug auf die künstlerische Vermittlung – bewegen?

Ich glaube, jeder Mensch trägt es in sich – weil er Mensch ist? –: das Innere Atelier, den Ort der
Freiheit und der Wünsche, der Visionen und der Intuition. Eine äußere Werkstatt und künstlerische
Werkkunde anzubieten, um dieses innere Atelier kennen und lieben zu lernen, ist mein primäres Motiv in der Kunstvermittlung. Freude an und Vertrauen in Verwandlungsprozesse zu wecken, ist das
tägliche Brot in meiner Kurstätigkeit.

Wie bist Du "in der Welt" zuhause?

Ein kleines Schiff auf dem großen Meer: Segel setzen, mit oder trotz Wind und Wellen vorwärts
kommen, Sonnenuntergänge genießen, Lieder singen, heil ankommen.
Oder aber: als Leuchtturm an der Grenze zwischen Wasser und Land und zwischen Himmel und Erde
den Überblick behalten.
Oder aber einfach atmen.

Wie begegnest Du Deinen Teilnehmenden? Wie "unterrichtest" Du?

Ich sehe alle Teilnehmer:innen als Reisende in eigener Sache; die Wege entstehen im Gehen,
Hindernisse helfen der eigenen Verortung.
Jede:n an die eigene künstlerische Frage zu führen und bei den individuellen Such- und
Gestaltungsprozessen zu begleiten – das „künstlerische Coaching“ in der Einzelbegegnung – ist das,
worum es mir als Dozent in erster Linie geht.
Dem gegenüber steht mein Anliegen, „künstlerisches Basiswissen“ zu vermitteln: Werk- oder
Materialkunde, Farben- oder Kompositionslehre, Methodenvermittlung oder Prozessgestaltung.
Hierbei können Gruppenübungen dienlich sein, die zunächst in Gemeinschaftsprozesse führen und
dann in die individuelle Arbeit einmünden.
Die Teilnehmer:innen erleben sich einzeln und in der Gruppe – mal Fisch, mal Schwarm –; die Inputsund Übungen geben Sicherheit und bieten Geländer, gleichzeitig weisen sie aufs „offene Feld“ der experimentellen (Selbst-)Erkundung. Standbein und Spielbein.