Abstraktion
Abstraktion ist eine der grundlegendsten Bewegungen im schöpferischen Prozess: Von der Idee zur Form und von der Form zurück zur Idee. Zu Beginn entwickeln wir für uns zentrale persönliche Impulse: Erfahrungen von Verlust und Nähe, Erinnerungen, Fragen nach Identität, Freiheit oder Stille – ebenso wie elementare Faszinationen für Licht, Rhythmus oder Material. Auf dieser Grundlage untersuchen wir spielerisch, was Abstraktion ist, wie sie entsteht, wirkt und neue Formen hervorbringt.
Wir arbeiten vor allem zeichnerisch und malerisch, begleitet von Meditation und introspektiven Übungen. Zeichnerisch nutzen wir vorwiegend Graphit und Kohle; malerisch können feine Tempera, schnelles Acryl, tiefes Öl oder leicht atmende Gouache ‚begleitet‘ werden.
Dabei lesen wir Auszüge von Autor*innen, die Abstraktion präzise und zugänglich denken – etwa Konrad Fiedler, Wassily Kandinsky, Reza Negarestani oder Susan Sontag. Die Texte dienen nicht als theoretische Hürde, sondern als Impulse, die das eigene Tun vertiefen. Die Begleitung erfolgt persönlich und aufmerksam – in der Meditation, im Denken sowie im zeichnerischen und malerischen Arbeiten.
Auf Wunsch können gerne weitere Materialien einbezogen werden.
Zielgruppe
Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse in Meditation oder künstlerischer Arbeit nötig. Wer bereits professionell arbeitet, findet ebenfalls Raum für Vertiefung und Weiterentwicklung.
Hat am United World College in New Mexico (USA), der Städelschule Frankfurt sowie der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Er ist freier Künstler und unterrichtet Meditation an der Kunstakademie Düsseldorf sowie zuletzt Kunst als Gastprofessor an der China Art Academy, Hangzhou.